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Die Geschichte der Kokerei "Jadwiga" ist unzerreißbar mit dem Montankonzern "Borsig" verbunden. Die Epoche der besonderen Konzernentwicklung liegt im Zeitraum der Tätigkeit des August Borsig Sohnes Albert. Unter seiner Verwaltung wurden sowohl der Betrieb in Berlin wie auch in Biskupice erweitert und modernisiert. Es entstand damals ein Bergbau-Hüttenzentrum, bestehend aus zwei Steinkohlenbergwerken, einer Eisenerz- und Flußmittelgrube und einer vollprofilierter Eisen- und Stahlhütte.

Die heutige Kokerei "Jadwiga" entstand als letzter Betrieb des Biskupitzer Großbetriebs im Jahr 1984. Diese Kokerei wurde in Nachbarschaft des "Albert"-Schachts aufgebaut, der für diese Kokerei Kohle förderte. Die Kokerei verfügte über zwei Koksofen-Batterien des Systems Coope mit jeweils 38 Kammer.

In Jahren 1897-1898 erfolgte der Umbau veralterten Kokereibatterien auf 2 Kokereibatterien des Systems "Otto-Hoffmann" mit jeweils 38 Kammern, in denen einige modernen technischen Lösungen eingebaut worden. In diesen Batterien wurde schon im Verdichtungssystem gearbeitet.

Im Jahr 1900 wurde die weitere III.Batterie mit 45 Kammern errichtet. Der anwachsende Bedarf der Hüttenindustrie war Voraussetzung für die Errichtung im Jahr 1915 der IV.Kokereibatterie mit 65 Kammern des Systems "Otto-Hoffmann". Die Inbetriebnahme dieser Batterie erfolgte zusammen mit der Inbetriebnahme des Kokssortierungswerks, sogleich mit der Modernisierung und Erweiterung der Anlagen für die Rückgewinnung karbochemischer Produkte. Die Rückgewinnung aus dem Koksgas dieser Produkte hat bedeutend die Einnahmen der Kokerei gesteigert.

Die wichtigste Investition der 30-Jahre war die Inbetriebnahme der modernen Kokereibatterie des Typs "Still" mit 56 Kammern. Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme der "Still"-Batterie sind die Batterien I, II und III schon stillgelegt gewesen. Betrieben wurde noch die IV.Batterie, die jedoch in diesem Jahr auch stillgelegt wurde. Der gesamte Tageseinsatz der "Still"-Batterie betrug nicht viel weniger als der vorerwähnten vier Batterien insgesamt, nämlich 850 Tonnen.

Im Jahr 1945, also nach 91 Tätigkeitsjahren, endete die Geschichte des Biskupitzer-Borsig-Konzerns.

Die Kokerei "Jadwiga" wurde am 04.Dezember 1948 erneut in Betrieb genommen, als Ein-Batteriebetrieb mit einer jährlichen Produktionskapazität von 264 Taus. Tonnen. Im Dezember 1953 wurde die Batterie des "Otto"-Systems als sechste in der Geschichte des Betriebs in Gang gesetzt, mit 28 Kammern und einer Tagesproduktionskapazität von 480-500 Tonnen. Diese Batterie arbeitete im Verdichtungssystem. Im Jahr 1968 wurde die 56-Kammer-Batterie des Typs "Still" außer Betrieb genommen. An ihrer Stelle wurde im Jahr 1969 die Batterie des Typs "Ja-65" - eine Entwicklung des "Koksoprojekt", die bis zum heutigen Tag noch betrieben wird.

Am 15.01.1988, nach 34 Jahren beanstandloser Betreibung, wurde die "Otto"-Batterie stillgelegt. Ab dieser Zeit ist die Kokerei "Jadwiga" ein Ein-Batterie-Betrieb.



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